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In einer Zeit da, sich die sozialen Korridore verengen, ist
Hilfe zur Selbsthilfe besonders angemahnt. Die finanziellen sowie
wirtschaftlichen Zwänge haben besonders auch im Bereich
des Gesundheits- und Sozialwesens gravierende Auswirkungen. Dies
darf jedoch auf keinen Fall zur Minderung einer hohen Qualität
der Pflege der Bewohner führen. Durch ein gutes Management
und die Kreativität aller Mitarbeiter gelingt es uns in
engster Zusammenarbeit mit allen Ärzten, die in unserem
Haus als Haus- und Fachärzte tätig sind, ein hohes
Qualitätsniveau der ganzheitlichen Pflege und der gesundheitlich-medizinischen
Versorgung zu gewährleisten.
Wir haben uns deshalb sehr konkrete Ziele gestellt, um erhöhtes
ethisches Verständnis und moralisches Verhalten, aber auch
höheres Fachwissen aller Pflegepersonen zu entwickeln. Ebenso
legen wir Wert auf Umsichtigkeit, Flexibilität und Planmäßigkeit
im Umgang mit den personellen und materiellen Ressourcen für
die pflegebedürftigen Menschen. Diese Aufgaben sind nur
durch ein einheitliches Handeln des Managements unseres Pflegeheims
und aller Mitarbeiter zu erreichen.
Wir im Ludwig-Feuerbach-Heim stellen
uns den neuen Anforderungen!
Die Arbeit in unserem Pflegeheim ist Teamarbeit.
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„Tue das Gute für
den Menschen!“
Ein hohes Alter darf keine Pein oder gar Qual sein. Besonders
der betagte Mensch hat zuförderst ein Recht auf feinfühlige,
auf gerechte Achtung und Beachtung. In unserem Heim erfährt
er eine ausreichende, eine individuelle und gute Pflege sowie
eine interessante angemessene Tagesgestaltung. Wir realisieren
seinen besonderen persönlichen Anspruch auf Schutz, Sicherheit
und Fürsorge.
Es ist uns bewusst, die uns von ihren Angehörigen - meistens
sind es die Kinder oder Enkel, häufig auch einer der Eheleute,
aber auch Lebensgefährte oder Freunde - anvertrauten älteren
Menschen erleben beim Eintritt in ein Heim in ihrem hohen Alter
noch einmal einen tief greifenden Umbruch. Wir begleiten dieses
Ereignis besonders sorgsam. Die Angehörigen sind uns als wichtigste
Partner dabei herzlich willkommen. Wir beraten uns gern mit ihnen
und ganz besonders in den auch für sie schwierigen Situationen.
Das verlangt eine enge, vertrauensvolle und verständnisvolle
Beziehung zwischen allen Beteiligten.
Wir gestalten Pflege und Betreuung so, dass der neue Lebensumstand
mit einer altersspezifischen optimalen Lebensqualität für
unsere Heimbewohnerinnen und
-bewohner erfüllt werden wird.
Das Heim soll neue Impulse für das Leben geben und neues
Erleben sein statt Versickern eines Quells.
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Die Qualitätszirkel
erarbeiten gemeinsam Wege, die eine fachliche Weiterbildung und
die Einbeziehung
aller Pflegepersonen in die kreative Gestaltung der praktischen
Pflegeprozesse miteinander verbinden und realisieren.
Dabei geht es auch um die
Sicherung der einwandfreien Hygiene, um den rationellen Einsatz aller Pflegemittel
und der Hilfsmittel sowie teurer Energien.
Unser oberster Grundsatz lautet:
Erhaltung der Persönlichkeit und Würde
eines jeden Menschen, der uns anvertraut ist.
Religiosität, Weltanschauung,
ethnische Herkunft, Hautfarbe, soziale Stellung, Geschlecht, Sexualität
oder Alter und alles, was sonst noch die individuelle Vielfalt der Menschen
ausmacht, findet bei uns Respekt und Achtung nach diesem Grundsatz.
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Sterben gehört
zum Leben.
Es ist ein vom Naturgesetz bestimmtes universelles Gerechtigkeitsprinzip,
dass alle Menschen gleichermaßen sterbliche Wesen sind.
Wir verfolgen eine realistische Einstellung und haben ein natürliches
Verhältnis zu Sterben und Tod. Verdrängungen und Tabuisierungen
von Sterben und Tod versuchen, die Wahrheit zu umgehen. Sterbegleitung
muss vor allem helfen, dunkle Geheimnishaftigkeit und Schrecken
zu überwinden. Sie muss sich als Lebenshilfe auf dem letzten
Weg verstehen.
Zwischen den dem Versterbenden Nahestehenden und den Pflegeausübenden
muss ein vertrauensvoller Kontakt bestehen. Dies ergibt sich
aus dem Verständnis dafür, dass jedes Leben endlich
ist, und dass wie das Leben, so auch das Sterben seine individuelle
Einmaligkeit hat. Einfühlsames Verhalten soll Angst vor
dem Sterben abbauen und mithelfen, Einsamkeit und das Gefühl
mangelnder Geborgenheit zu vermeiden oder zu mildern.
Das Heim leistet umfangreiche Aufklärungsarbeit über
die Möglichkeiten der Palliativmedizin und zur Schmerztherapie.
Möglichst weitestgehend schmerzfrei sterben zu können,
gehört zur Beachtung der Persönlichkeit und der Würde
des einzelnen Menschen.
Welches auch immer die unterschiedlichen religiösen, weltanschaulichen
sowie sozialen Anschauungen und Gefühle der Menschen in
unserem Heim waren, die sie früher während ihres bewussten
und aktiven Lebens beeinflusst oder bestimmt haben, wir betrachten
diese als ihre Privatangelegenheit. In diesem Sinne gehen wir
auch in dieser letzten Lebensphase von der Unumstößlichkeit
der Selbstbestimmung des Individuums und der Beachtung aller
seiner Rechte aus.
(Natürlich gibt es im Heim einen verbindlichen Verhaltens-
und Handlungskatalog, damit die einzelne Pflegeperson nicht auf
sich allein angewiesen ist in der auch für sie schwierigen
Situation.)
Wenn es gewünscht wird, ist selbstverständlich auch
für die andauernde Anwesenheit eines Nahestehenden oder
Angehörigen vorgesorgt.
Wir wünschen und unterstützen den frühzeitigen
Abschluss von rechtswirksamen Patientenverfügungen.
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